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Urvolk Slawen

Das Slawen-Problem

In der lebhaften und noch keineswegs abgeschlossenen Diskussion über den Ursprung der Slawen stehen sich zwei völlig unterschiedliche Forschungsansätze gegenüber. Ausgehend von der Grundannahme, daß die Slawen „irgendwo herkommen müssen“, geht die klassische Auffassung von der Einwanderung einer oder mehrerer homogener „urslawischer“ Gruppen aus, deren Identität und Herkunft sie zu ermitteln sucht („Urheimat“). Dabei sollen nach einem älteren Modell homogene Verbände eingewandert sein, während sich nach einer modifizierten These die slawischen Völkerschaften erst auf der Wanderung oder am Ankunftsort im Rahmen einer Ethnogenese aus den wandernden Proto-Slawen gebildet haben. Nach einer anderen Theorie seien die Slawen als ethnisch-politische Kategorie eine byzantinische Entdeckung in Form einer Fremdbezeichnung, also einer Kategorisierung von außen.


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Die Urslawen

Während die Sprachwissenschaften in Verbindung mit der Vor- und Frühgeschichte immerhin annähernd die Sitze der frühen Slawen und den Charakter ihrer Sprache umreißt, sind Versuche, eine „slawische“ Religion, Gesellschaftsordnung oder materielle Kultur zu erschließen, als gescheitert zu betrachten; vielmehr waren die regionalen Unterschiede wohl zu groß, zumal die Slawen in ihrer Frühzeit meist unter der politischen Herrschaft z.B. der Awaren und Goten standen, von denen sie auf allen Ebenen nachweislich stark beeinflußt wurden.

Als Folge der vorgeschichtlichen Migrationen der Proto-Indogermanen aus ihrer Urheimat zwischen Don und Wolga nach Westen setzte seit der 1. Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. als regionale Eigenentwicklung die Ethnogenese der Slawen ein, und zwar nicht isoliert von den anderen Indogermanen, sondern mit ihnen. Dies waren insbesondere die Balten, mit denen die Slawen über Jahrhunderte in Siedlungsnachbarschaft gelebt haben. Die östlichen Slawen standen seit mehr als eineinhalb Jahrtausenden auch im Kontakt mit finno-ugrischen Völkern (Uraliern). Die Ausgliederung der slawischen Sprachen in einen östlichen (Russisch, Ukrainisch, Weißrussisch u.a.), südlichen (Slowenisch, Kroatisch, Serbisch, Bulgarisch u.a.) und westlichen (Polnisch, Sorbisch, Tschechisch u.a.) Zweig geht auf das 6. und 7. Jahrhundert n. Chr. zurück.

Die ältesten historischen Zeugnisse über die Wohngebiete der Slawen stammen aus der 1. Hälfte der 1. Jahrtausendwende n. Chr. Damals siedelten die Slawen noch geschlossen in einem Gebiet, das den mittleren Teil und den Westen der Ukraine sowie angrenzende Teile Polens umfaßte. In jener slawischen Urheimat sind die ältesten slawischen Gewässernamen erhalten. Dort lebten slawische Stämme zum Teil in Gemeinschaft oder in Nachbarschaft mit germanischen Völkerschaften. Die Goten, die in jener Zeit ihre Wohnsitze von der unteren Weichsel in Richtung Schwarzmeerküste verlagerten, traten zeitweilig als herrschende Elite der Slawen auf. Einflüsse sind auch von Seiten der Steppennomaden aus der südrussischen Steppe festzustellen, und zwar von Skythen, Sarmaten und Alanen. Vermutlich haben slawische Truppenkontingente unter Führung der Hunnen gegen das West- und Oströmische Reich gekämpft. Für die Bildung der slawischen Sprache (Topogenese) konnte mit einiger Wahrscheinlichkeit ein Gebiet zwischen mittlerer Weichsel beziehungsweise Bug und mittlerem Dnjepr herausgearbeitet werden. Doch nicht allein Wanderungen der Träger dieser Sprache, sondern auch die Assimilation von Menschen verschiedener Herkunft führte zu der „Slawisierung“ Ostmittel- und Osteuropas.

Etwa ab 500 entfaltete sich ein gewaltiger Expansionsprozeß, der in weiten Teilen des Gebiets zwischen Elbe und Wolga slawischsprachige Gruppen zur vorherrschenden Kraft werden ließ.

Nicht lange vor der Aufspaltung der slawischen Sprachen in ihre verschiedenen Zweige muß eine Aufspaltung zwischen der slawisch- und der baltischsprachigen Bevölkerung stattgefunden haben. Beide hatten zuvor eine Variante der noch älteren, eng miteinander verwandten indogermanischen Dialekte gesprochen. Die archäologischen Zeugnisse ergeben ein ähnliches Bild.

Mehr oder weniger unmittelbar nach dem Zusammenbruch des germanischen Europa tauchen die slawisch sprechenden Gruppen zunehmend in historischen Berichten auf. Um 500 n. Chr. waren sie im Süden und Osten der Karpaten an die oströmische Grenze gestoßen und unternahmen dort Überfälle.

Die ersten direkten Berührungen zwischen dem Römischen Reich und den Slawen fallen an den Anfang des 6. Jahrhunderts n. Chr. Zentral war hier die Donaugrenze, die das Oströmische Reich bis gegen Ende des 6. Jahrhunderts halten konnte. Zum ersten Mal überwinterten die Slawen im Winter 550/551 auf dem Boden des Oströmischen Reiches, doch setzte eine verstärkte Wanderung erst seit Anfang der 580er Jahre ein.

Die neuen Kontakte mit dem Oströmischen Reich beschleunigten die Entwicklungsprozesse unter den beteiligten Slawen enorm. Hinzu kamen Subsidienzahlungen und Reichtum durch Raubgut, wie sie ihn bislang noch nicht kannten. Dadurch wurden ihre Militarisierung und die Ausbildung größerer politischer Strukturen gefördert. Dies wiederum ermöglichte es ihnen, die Vorteile zu maximieren, die sie aus der neuen Beziehung zu den byzantinischen Territorien zogen. Als das germanische Europa um 550 zusammenbrach, waren die slawischsprechenden Gruppen bereits die barbarischen „Anderen“ schlechthin geworden, die der oströmischen Zivilisation im südöstlichen Europa zusetzten.

Die slawisch beherrschten ehemaligen Reichsgebiete, die Sklaviniai, wurden von Konstantinopel nach und nach beseitigt; im Nordwesten, etwa in Dalmatien, bildeten sie jedoch den Ausgangspunkt der hochmittelalterlichen Staatsbildungen (Serbien), im Nordosten war die Südexpansion des Bulgarischen Reiches Voraussetzung für die erste slawisch-byzantinische Synthese, die auch Serbien und Rußland kulturell prägen sollte. Seitdem gehört die slawische Welt zwei Kulturzonen an, der byzantinisch geprägten Orthodoxie und dem mitteleuropäisch geprägten Katholizismus. In den Gebieten, wo sich die slawischen Siedlungen kontinuierlich entwickelt haben, sind viele ältere Stammesgruppen im Lauf der Zeit eine ethnische Fusion mit anderen Gruppen eingegangen. Im Rahmen solcher ethnischer Ausgleichsprozesse haben sich die modernen slawischen Völker ausgegliedert. In einigen Gebieten mit slawischer Mehrheitsbevölkerung kam es sogar zur Assimilation nichtslawischer Ethnien, so der Protobulgaren in Bulgarien und finnisch-ugrischer Völker, der Merier und Muromer, deren Siedlungsgebiet im Mittelalter von Russen übervölkert wurde. Anders waren die Verhältnisse in Mitteleuropa, wo slawische Stammesgruppen im Frühmittelalter bis an die Elbe und sogar darüber hinaus vorstießen.



Die Elbslawen

Seit Mitte des 6. Jahrhunderts drangen westslawische Gruppen in mehreren Einwanderungswellen bis in das Gebiet des heutigen Deutschland vor.

Ab dem Ende des 6. Jahrhunderts und im Verlauf des 7. Jahrhunderts wanderten die Lausitzer Stämme sowie die Vorläufer der Wilzen auf das Territorium der späteren ehemaligen DDR ein. Seit dem 7. Jahrhundert bildeten sich aus den verschiedenen Einwanderern mehrere Stammesverbände heraus, insbesondere die Milzener und Lusitzi in der Lausitz, die Heveller an der Havel im heutigen Brandenburg und die Wilzen/Liutizen in Vorpommern und im nördlichen Brandenburg, sowie die Abodriten in Mecklenburg. Etwas isoliert lebten auf Rügen und auf dem angrenzenden Festland die Ruganen. Noch weiter westlich siedelten die Wagrier (Waigri) im östlichen Holstein (bis zur Schwentine an der Kieler Förde) und die Drewaner im Lüneburgischen. Die slawischen Verbände in Nordostdeutschland werden von der Forschung unter dem Begriff Wenden, Polaben oder Elbslawen zusammengefaßt.

Die Elbe war die natürliche Grenze, bis zu der die Slawen im Zuge ihrer mittelalterlichen Expansion nah Westen gelangten. An der mittleren Elbe entwickelte sich im Lauf der Zeit eine friedliche Koexistenz zwischen Elbslawen und Sachsen. An der unteren Elbe dagegen standen sich jahrhundertelang Slawen und Sachsen feindlich gegenüber. Seit der 2. Hälfte des 10. Jahrhunderts weiteren sich die sächsisch-elbslawischen Kontakte zu den deutsch-slawischen Beziehungen aus.

Bis ins 12. Jahrhundert sahen deutsche Herzöge und Fürsten in der deutsch-slawischen Kontaktzone ihre vordringliche Aufgabe darin, die Slawen (im Mittelalter von den Deutschen allgemein „Wenden“ genannt) östlich der Elbe zu unterwerfen und zu christianisieren.

Im Zuge der späteren deutschen Ostsiedlung wurden die meisten slawischen Kleinvölker zwischen Elbe und Oder assimiliert. Die Sorben sind die einzige Ethnie jener Region, die ihre ethnische Identität bis heute bewahrt hat. Zu den untergegangenen Völkern gehören u.a. die Rugier, Pomoranen und Dadosanen, außerdem Elbslawen wie die Obodriten und Lutizen sowie die erstmals im 11. Jahrhundert erwähnten Polaben, die noch bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts in den Kreisen Lüchow-Dannenberg und Wustrow im lüneburgischen Wendland ihre heimische Kultur und Sprache bewahrt haben. Danach hat sich diese lokale Bevölkerung slawischer Abstammung an die sie umgebende deutsche Mehrheitsbevölkerung assimiliert.

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