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Urvolk Maya

Ursprung

Die Urheimat der Maya lag im nördlichen Mexiko, von wo sie in prähistorischer Zeit nach Süden zogen. Ausgelöst wurde diese Wanderbewegung durch den Siedlungsschub der Uto-Azteken, die um 2500 v. Chr. begannen, aus der Region im Südwesten der heutigen USA nach Süden zu drängen. Diese Südbewegung hat sämtliche seßhafte Populationen im nördlichen Mexiko betroffen. Die Maya fanden im Hochland von Guatemala eine neue Heimat. Von dort sind sie später auch in die Tiefebene abgewandert und haben die gesamte Halbinsel Yucatan besiedelt. Siedlungskontinuität in jener Region läßt sich seit dem frühen 2. Jahrtausend v. Chr. nachgewiesen.


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Kultur

In ihrer Blütezeit stellten die Maya eine mächtige Hochkultur dar. Man spricht zumeist von einer Maya-Kultur; tatsächlich gibt es auch viele Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Fundstellen aus der Vergangenheit – doch stehen hinter dieser Kultur verschiedene Völker mit miteinander mehr oder weniger eng verwandten Maya-Sprachen.

Die kulturelle Entwicklung einiger regionaler Maya-Populationen erreichte schon in vorchristlicher Zeit zivilisatorisches Niveau. Wichtige Anfangsimpulse für die Entwicklung einer Hochkultur erhielt die Maya-Bevölkerung durch den Einfluß der olmekischen Zivilisation, die den Nachfolgekulturen spezialisierte und verfeinerte Kulturtechnologien bereitstellte. Hierzu gehören die Monumentalarchitektur (u.a. Pyramidenbau), entwickelte Techniken der Keramikherstellung, der Bildhauerkunst und Steinschneiderei (z.B. Jade), das Kalenderwesen und der Schriftgebrauch.

Berühmt sind die Maya für den Anbau von Mais, ihre Mathematik und für ihren hochentwickelten Kalender, geschrieben in Maya-Schrift. Die mittlerweile weitgehend entzifferte Schrift war bis zur Ankunft der Spanier das einzige bekannte vollentwickelte Schriftmedium in Amerika. Kunsthandwerk (Bearbeitung von Stein, Keramik, Holz, Textilien) und Malerei waren hochentwickelt, Metallverarbeitung (Gold, Silber, Kupfer) spielte erst spät und fast nur für rituelle Zwecke eine Rolle, nicht für die Werkzeugherstellung. In den Städten gab es bis zu 75 m hohe Stufenpyramiden, Maya-Akropolis, Paläste, Observatorien und Ballspielplätze.



Jüngere Geschichte

Der Zusammenbruch der Maya-Gesellschaft im 9./10. Jahrhundert ist Gegenstand einer breiten und langanhaltenden Forschungsdiskussion.

Entgegen einer weitverbreiteten Auffassung ist das Volk der Maya nicht untergegangen: Wohl wurde die präkolumbische Elite der Maya von den spanischen Konquistadoren im 16. Jahrhundert ausgerottet, der größte Teil der Maya-Bevölkerung überlebte aber, und zwar als Arbeitssklaven der Großgrundbesitzer. Die heutigen Maya bilden allerdings keine politische Einheit mehr.

Heute leben rund 6,1 Millionen Maya in Mexiko (auf Yucatán, in Chiapas und in Tabasco) sowie in Belize, in Guatemala, in Honduras und in El Salvador, wobei die ursprünglich in El Savador lebenden Pocomam und Chortí im 20. Jahrhundert in ihrer eigenständigen Kultur und Sprache infolge staatlich gewalttätiger Unterdrückung ausgerottet wurden. Die heutige Mayareligion ist eine Mischung aus Christentum und alten Maya-Traditionen.

Genetische Urvölker von iGENEA

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